Einige Gedanken zur Nachhaltigkeit

 Nachhaltigkeit ist eine Grauzone

Nachhaltigkeit, ein Wort das alle benutzen. Muss man ja heute fast wenn man etwas verkaufen will. Ein Modewort dem man nicht wirklich vertrauen kann wie ich finde. Was heisst Nachhaltigkeit überhaupt? Wie kann man sich in dem Dschungel zurecht finden? Was können wir selber tun? Schwierig darauf eine gute Antwort zu finden, welche sich im Alltag umsetzen lässt.

Gestern erst habe ich mich mit dem Thema Gummi auseinandergesetzt. Wir benutzen Gummizüge aus Naturkautschuk und bio Baumwolle. Tönt klasse oder? ABER. Wenn ich es nicht selber sehe und vor Ort bin, kann ich dann tatsächlich wissen, dass die Kautschuk Plantagen nachhaltig betrieben werden? Dass keine Kinderarbeit involviert ist? Dass keine Urwälder gerodet werden um in Monokultur Kautschuk anzubauen? Es ist sehr kompliziert. Ich würde Petit Mai gerne als nachhaltig bezeichnen. Aber ist es das wirklich? Nachhaltig wären wir wenn wir ganz genau wüssten woher unsere Materialien kommen und wie genau sie produziert werden, wenn sie nicht von weit her eingeflogen werden müssten. Ein Ding der Unmöglichkeit. Was ich tun kann ist kritische Fragen stellen und immer wieder nachhaken um mehr Informationen zu bekommen. Das sollten wir alle etwas öfter tun!

Konsum als Klimakiller

Ich stelle mir oft die Frage wie sich Produkte herstellen UND Nachhaltigkeit vereinbaren lassen. Gehört doch unser Konsum zu den grössten Klimakillern. Mit Petit Mai stelle ich selber Produkte her. Auch wenn ich meine Lieferanten sehr sorgfältig auswähle, kritische Fragen stelle und möglichst auf Kunststoffe verzichte, bleiben grosse Fragezeichen und wird für die Herstellung viel Energie verbraucht. Von einer zirkulären Produktion sind wir weit entfernt, auch wenn wir seit längerem Petit Mai Produkte welche ausgedient haben zurücknehmen um ihnen ein zweites Leben zu schenken.

Was kann jeder von uns tun?

«Die Menschen gehen lieber zugrunde, als dass sie ihre Gewohnheiten ändern." -Tolstoi

Nachhaltiger Leben heisst Umstellung, neue Gewohnheiten etablieren, die eigene Bequemlichkeit aufgeben, nach neuen Lösungen suchen, sich tatsächlich auseinandersetzen damit, was wir selber tun können. Aufhören die Augen zu verschliessen und so zu tun als würde es uns nichts angehen. Wegkommen vom Gedanken: Ich kann sowieso nichts tun, es ändert nichts wenn ich als Einzelperson meine Gewohnheiten ändere. Aber weiter konsumieren als gäbe es kein Morgen ist ganz bestimmt auch keine Lösung. Ebenso wenig wie von heute auf morgen in den Wald zu ziehen. Davon fantasiere ich nämlich manchmal.

Was wir alle tun können ist uns mit dem Thema zu beschäftigen und uns zu informieren. Ganz ohne Anstrengung geht’s nicht, soviel ist klar. Mein erster Ansatz ist immer BEWUSSTSEIN. Wenn wir hinsetzen und tatsächlich wahrnehmen was IST. Uns Zeit nehmen zu überlegen ob es eine Alternative gibt statt blind zu tun was wir schon immer gemacht haben. Dann kann man etwas verändern. Im Kleinen. Und wie wir bekanntlich wissen entsteht aus vielen kleinen Dingen irgendwann etwas grosses.

«Nachhaltig zu konsumieren bedeutet, bewusster und weniger zu kaufen, auf jeden Fall mit Blick auf die soziale und ökologische Seite der Produkte und Dienstleistungen."

"Nachhaltigkeit heisst, Produkte mit wirtschaftlich sinnvollen Verfahren herzustellen, die negativen Auswirkungen auf die Umwelt minimieren und gleichzeitig Energie und natürliche Ressourcen schonen. «

Dein kleiner Schritt

Bist du bereit BEWUSSTER zu konsumieren? Eine alte Gewohnheit fallen zu lassen nur weil sie bequem ist und du sie immer so gemacht hast? Welchen kleinen Schritt bist du heute bereit zu gehen? Ich freue mich wenn du deine Idee mit mir in den Kommentaren teilst. 

Danke dass du dir Zeit genommen hast meine Gedanken zu lesen ♥️

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